OWK unterwegs auf dem Harzer-Hexen-Stieg

Dieses Jahr war für die jährliche Wanderwoche des OWK Eppertshausen der Harz angesagt. 15 OWK-ler standen am Montag dem 17.8. bestens vorbereitet und motiviert um 6 Uhr am Bahnhof Eppertshausen und warteten und warteten auf die Regionalbahn nach Frankfurt. Die kam allerdings erheblich verspätet und hat den gesamten Zeitplan durcheinandergebracht. Mit über 2 Stunden Verspätung kamen wir in Wernigerode, unserem Startpunkt an. Am Nachmittag stand dann noch eine Stadtbesichtigung der wunderschönen Fachwerkstadt inklusive des Schlosses an.

Dienstag fuhr die Gruppe mit der Harzer Schmalspurbahn auf den Brocken. Der Brocken mit seinen 1.141 m ist der höchste Punkt des Harzes und für seine Wetterkapriolen bekannt. Auch die Gruppe hatte sozusagen etwas Pech. Eine Nebeldecke raubte die eigentlich beeindruckende Aussicht. Also ging es direkt los, auf die Eingehstrecke mit 12 km nach Drei Annen Hohne. Teilweise im Nieselregel, aber vermehrt bei Sonne und Wolken. Auf der schönen Wandertour zeigte sich das Ausmaß der erheblichen Waldschäden im Harz. Große Fläche von abgestorbenen Bäumen aufgrund des Borkenkäferbefalls. Teilweise wie ein Geisterwald. Nur noch blanke Gerippe die in den Himmel ragen.

Am Nächsten Tag waren 19 km von Drei Annen Hohne nach Hasselfelde angesagt. Zumindest vormittags hatte auch hier das Wetter wenig Einsicht für die Wandergruppe. Erst Nieselregen, dann starker Regen und dann doch glücklicherweise wieder Sonne und Wolken. Die Wanderetappe auf dem östlichen Harzer-Hexen-Stieg ging mehrheitlich bergab, vorbei am Königshütter Wasserfall und dann auf der südlichen Route um die Rappbodetalsperre.

Am Folgetag ging es von Hasselfelde nach Treseburg. Die 16 km lange Strecke verlief auch hier mehrheitlich bergab. Die ersten 5 km folgten dem sogenannte Köhlerweg, wo wissenswertes über die Köhlerei zu erfahren war. Bei der Köhler-Rast erreichten wir das Freilichtgelände des Museums des alten Handwerks, bevor es nach der Mittagsrast Richtung Altenbrak und noch ein paar Kilometer durch das idyllische Bodetal nach Treseburg ging.

Der nächste Tag bescherte der Gruppe das Highlight, der sogenannten Grand Canyon von Deutschland mit seinen steil aufragenden Granitfelsen. Diese beeindruckende und einzigartige Felsenschlucht war ständiger Begleiter der Gruppe bis zur Teufelsbrücke und nach Thale. Mittags ging es per Gondel auf den sagenumwobenen Hexentanzplatz in 450 m Höhe. Der Mythos besagt, dass hier seit jeher die Hexen des Harzes in der letzten Nacht des April – der Walpurgisnacht- zusammenfinden, um ein gespenstisches Ritual zu feiern um dann gemeinsam zum Brocken aufzubrechen. Heute eher Vergnügungsbereich mit Kinderattraktionen und Rummel. Nach der Gondelrückfahrt brachte uns der Bus weiter zu unserem Etappenziel, nach Quedlinburg.

Am vorletzten Tag war eine Tageswanderung entlang der Teufelsmauer bei Blankenburg angesagt. Die Gruppe entschied sich für den eher schwierigeren ca. 4 km langen Kammweg/Teufelsmauerstieg. Richtige Entscheidung. Traumhafte Felsformationen und ein schmaler aber sehr gut begehbarer Weg. Vorbei an der Felsformation Hamburger Wappen und dann durch Feld und Wiesen war nach ca. 9 km die Tour beendet. Zurück ging es wieder mit dem Bus nach Quedlinburg. Hier wurde dem Cafe Vincent, bekannt für über 150 Käsekuchensorten, gleich noch ein Besuch abgestattet und der vorzügliche Käsekuchen genossen.

Der Letzte Tag war angebrochen. Vormittags stand noch eine geführte Stadtbesichtigung durch Quedlinburg auf dem Programm, mit vielen Informationen über die Geschichte und die zahllosen Fachwerkhäuser der mittelalterlichen Stadt. Am Nachmittag ging es dann wieder mit dem Zug zurück nach Eppertshausen. Tenor der Gruppe. Eine aussichtsreiche, sehr schöne und abwechslungsreiche Wanderung mit hervorragender Organisation durch die Wanderführer Bernhard Kraus, Peter Noll und Undine Stolzenbach. Vielen Dank!