Referat Naturschutz




ODENWALDKLUB e. V.
REFERAT NATURSCHUTZ
Odenwaldklub e. V. - Theodor-Heuss-Str. 7 - 64859 Eppertshausen



Name und Anschrift des Fachwartes:

ODENWALDKLUB e.V.
Manfred Hechler
Hauptnaturschutzwart
Theodor-Heuss-Straße 7
64859 Eppertshausen

Tel.: 0 60 71 / 35429
Fax: 0 60 71 / 30 53 39
E-mail: manfred.hechler@web.de
















MANFRED HECHLER

Der Wanderverband Odenwaldklub e.V.
Wandern, Naturschutz und Kultur

1882
wurde der Odenwaldklub als „Touristenverein“ gegründet. Mit den Zielen, die Erholung der Bevölkerung zu fördern und die
natürliche Landschaft zu schützen. Von Anfang an war der Naturschutzgedanke verbreitet.

1952 wurde die „Arbeitsgemeinschaft Heimat-, Wander- und Naturschutzbund gegründet.

1955 tritt der Odenwaldklub der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald bei.

1960 wurde die Schaffung des Naturparks Odenwald beschlossen. Schon im Vorfeld wurde der Odenwaldklub bei den Maßnahmen und Beschlüssen des Verbandes beteiligt. Die Betreuung der Rundwanderwege von 160 Wanderparkplätzen wurde übernommen.
Hier kommt die Bedeutung der Webezeichnung als eine praktische Maßnahme im Sinne des Naturschutzes und der Landschaftspflege zum Ausdruck.

1970 wurde zum Europäischen Naturschutzjahr erklärt, was zu einer weiteren Vertiefung des Naturschutzgedankens führte. Einige
Ortsgruppen spezialisierten ihre Aktivitäten. Nachteilig wirkten sich hier die fehlenden Rechtsgrundlagen aus.

1976 wurden Vorgaben geschaffen. Das Bundesgesetz für Naturschutz brachte eine einheitliche Grundlage. Für den Naturschutz eintreten und naturschützende Tätigkeiten ausüben kann jeder interessierte Bürger. Aber ein anerkannter Naturschutzverband ist seitdem nur der, dem nach Erfüllung der im § 29 dieses Gesetzes festgelegten Voraussetzungen die
Anerkennung als Naturschutzverband durch die dafür zuständige Landesregierung ausgesprochen wird.

1980 schlossen sich vorhandene Arbeitsgemeinschaften der Gebietswandervereine zusammen und schufen damit die rechtliche
Voraussetzung zur Anerkennung.

1981 wurde der „Landesverband Hessen e.V. der Deutschen Gebirgsund Wandervereine“ als „29er“ – Verband anerkannt.

1983 wurde Staatsminister Karl Schneider vom Odenwaldklub zum neuen Vorsitzenden gewählt. Mit der Anerkennung als
Naturschutzverband kam auf die Wanderverbände und damit auch auf den Odenwaldklub eine neue, bisher nicht bekannte Aufgabenstellung zu.

1983 übernimmt Friedhelm Münnig das Amt des Fachreferenten für Natur- und Umweltschutz.

1984 beschließt der Odenwaldklub: „Der Naturschutz wird neben dem Wandern als gleichrangige Aufgabe satzungsgemäß verankert“ und das Amt des Naturschutzwartes eingeführt.

1992 haben 108 von 128 Ortsgruppen einen Naturschutzwart. Die Naturschutzarbeit auf der Verbandsebene gestaltet sich aufgrund
der jeweils als Grundlage dienenden Ländergesetzgebung unterschiedlich. In Baden- Württemberg ist der Odenwaldklub durch
seine Mitgliedschaft im Landesnaturschutzverband (LNV) von einer direkten Beteiligung und Arbeitsbelastung entbunden. In Hessen und Bayern sind die Landesverbände der Deutschen Gebirgs- und Wandervereine direkt als Naturschutzverbände anerkannt.
Der Odenwaldklub nimmt in Hessen in fünf Landkreisen, Offenbach, Darmstadt–Dieburg, Groß Gerau, Odenwaldkreis und Bergstraße, sowie den Städten Offenbach, Rüsselsheim und Darmstadt die Aufgaben des Landesverbandes wahr. Bei den Unteren Naturschutzbehörden dieser Landkreise und Kreisfreien Städten sind Vertreter des Odenwaldklubs über den Landesverband Hessen e.V. in die Naturschutzbeiräte berufen, jeweils ein Vertreter und ein Stellvertreter. Die Beiräte tagen unter Ausschluss der Öffentlichkeit, deshalb werden die Ergebnisse auch nur von den Behörden veröffentlicht. Art und Umfang der Verfahren sind vielschichtig. Dabei handelt es sich vorrangig um Bauleitverfahren, Flurbereinigungsverfahren, Straßenbauten, wasserrechtliche und vor allem naturschutzrechtliche Verfahren. Arbeitsgemeinschaften der Verbände sind vorteilhaft beim erledigen der vielfältigen Aufgaben. Der Vorteil der Zusammenarbeit von Umweltschutzgruppen und Naturschutzgruppen hat sich mit den Jahren ergeben. Die gegenseitige Akzeptanz wurde durch gemeinsame Aktivitäten gestärkt. Tendenziell konservative Naturschützer und politisch
denkende Umweltschützer finden bei der Nachhaltigkeitsdiskussion gemeinsame Lösungsansätze.

2001 übernimmt Manfred Hechler das Amt des Fachreferenten für Naturschutz beim Odenwaldklub.
Beim ersten Treffen der Naturschutzwarte in Eppertshausen wurde festgelegt, dass in Zukunft die Aufgaben neu verteilt werden. Es wurden zwei Arbeitskreise gegründet. Einer ist zuständig für den gesetzlichen Naturschutz, die Verbandsarbeit, ein weiterer Arbeitskreis für den praktischen Naturschutz. 8 Sachbearbeiter aus dem hessischen Bereich sind für die Verbandsarbeit zuständig, sie bilden einen Arbeitskreis der sich zweimal im Jahr zu einem Erfahrungsaustausch trifft. Der Arbeitsaufwand zur Erledigung von ca. 400 Vorgängen in der Bauleitplanung liegt für unsere Mitarbeiter bei ca. 1200 Stunden im Jahr. Die Vertreter des
Odenwaldklubs bearbeiten in Hessen das Gebiet südlich der Mainlinie. In den Landkreisen Offenbach und Darmstadt-Dieburg sind jeweils zwei Sachbearbeiter tätig. In den Landkreisen Groß Gerau, Bergstraße und im Odenwaldkreis mit jeweils einem Vertreter. In verschiedenen Gebieten sind Arbeitskreise mit anderen Naturschutzverbänden tätig, was effektivere Ortskenntnisse und vielseitige Erfahrung beinhaltet.
Bei „Großprojektbeteiligungen“ wird der Landesverband eingeschaltet. Die praktische Naturschutzarbeit der Ortsgruppen wird vom Arbeitskreis Naturschutz betreut. 11 Wanderfreunde aus dem ganzen Klubgebiet sind hier aktiv. Zweimal im Jahr treffen sich die Vertreter der 10 Bezirke des Odenwaldklubs um Projekte und Ziele zu beschließen.
Das Projekt des Jahres 2011 ist der Bau von „Trockenmauern, Lesesteinhaufen und Kräuterspiralen“. Das Projekt des Jahres 2007 war der Bau von „Nisthilfen für Wildbienen“. Über 20 Ortsgruppen haben dabei Wildbienenwände gebaut.
Einmal im Jahr treffen sich die Ortsgruppennaturschutzwarte in Eppertshausen. 50 bis 70 Teilnehmer kommen dann zum
Erfahrungsaustausch. Dabei wird jedes Jahr ein neues Schwerpunktthema gewählt. Dazu finden dann im laufe des Jahres zwei
oder drei Exkursionen in unserem Klubgebiet statt. Die Themen bisher:

2003 „Patenschaften in der Landschaftspflege“
2004 „Landschaftsplan“, Fachplan für den Naturschutz
2005 „Landschaftspflege mit Tieren“
2006 „Landschaftsnutzung“, Landschaftsbild
2007 „Streuobstbau“, Lebensraum Obstwiese
2008 „Hecken in der Landschaft“, Pflegemaßnahmen
2009 „Unser Wasser“, Oberflächengewässer, Trinkwasser
2010 „Unser Wald“, Waldfunktionen, Biologische Vielfalt
2011 „Wetter und Klima“, Wetterphänomene, Klimawandel
2012 „Energiewende“, Erneuerbare Energien
2013 „Unsere Bienen“, Honigbienen und Wildbienen
2014 „Unsere Böden“, „Boden - das unbekannte Wesen“
2015 „Unser Wasser“, „Wasser, die Quelle des Lebens“
2016 „Management von Natura 2000- Gebieten im Wald“, „Management von Natura 2000- Gebieten im Offenland“

Zu den einzelnen Themen wurden Dokumentationen erstellt. Bei Ausstellungen werden diese gezeigt.
Jährlich werden unsere Ortsgruppen abgefragt welche Tätigkeiten mit welchem Umfang und Aufwand sie im Programm haben. Jede zweite Ortsgruppe liefert einen Naturschutzbericht ab. 350 Personen sind im Naturschutz aktiv, 50 davon sind Kinder und Jugendliche. In 10 Ortsgruppen sind mehr als 10 Personen als Helfer gemeldet. Der Zeitaufwand für Pflegemaßnahmen beträgt ca. 8000 Stunden im Jahr. Beim Artenschutz sind die Ortsgruppen vielfältig spezialisiert. Vom Amphibienschutz bis zur Erhaltung der Orchideenwiesen, vom Waldameisenschutz bis zum Bau und aufhängen von Nisthilfen für Vögel und Fledermäuse reicht das Aufgabengebiet.
Die Unterhaltung und Markierung der Wanderwege, sowie die Pflege der Vereinsanlagen dienen der Landschaftspflege und somit dem Naturschutz. Die Sensibilisierung der Wanderfreunde, sei es bei Wanderungen oder bei den Treffen zur Vor- und Nachbereitung von Veranstaltungen sind Qualitätsmerkmale für gute Vereinsarbeit. Manche Ortsgruppen haben sogar ein eigenes Jahresprogramm im Naturschutz. Der Naturschutz bietet den Ortsgruppen eine Bereicherung ihrer Vereinsarbeit an, es gilt diese Chance zu nutzen.
Der Odenwaldklub, sowie 11 weitere Gebietswandervereine bilden den „Landesverband Hessen e.V.“ des „Deutschen Wanderverbandes“. In mehreren Fachbereichen des Verbandes ist der Odenwaldklub vertreten. Hauptaufgabe wird es sein, in Zukunft noch mehr Mitglieder für die Arbeit im Naturschutz zu gewinnen. In verschiedenen Bereichen ist ein Generationswechsel zu vollziehen, um die Aufbauarbeit der letzten 25 Jahre für folgende Generationen zu sichern und weiterzuentwickeln.
Als Dachverband der Wandervereine gibt es den „Verband Deutscher Gebirgs- und Wandervereine e.V.“ (kurz: Deutscher Wanderverband) Hier ist Werner Mohr vom Odenwaldklub stellvertretender Vorsitzender.
Im Internet sind wir auf der Homepage des Odenwaldklubs Eppertshausen: www.owk-eppertshausen.de/referat-naturschutz
dargestellt. Außerdem gibt es weitere Informationen wie die Ortsgruppenarbeit interessant gestaltet werden kann.

Sagte doch unser früherer Vorsitzender Norbert Hofmann:
„ Gehen wir mit der Zeit, sonst gehen wir mit der Zeit“

Anschrift des Verfassers:
Manfred Hechler
Theodor-Heuss-Str. 7
64859 Eppertshausen


Hier noch einmal der Text als PDF-Datei

wanderverband-odenwaldklub-stand-12_2013.pdf [27 KB]




Nach oben