In den Stöcken
In den Stöcken - Sommer 2003
Historie
1988 - 1989
Die Mitglieder des Odenwaldklubs hatten beobachtet, wie immer mehr Abfälle von Leuten in das Feuchtgebiet geschafft wurden, so daß sich eine illegale Müllhalde zu entwickeln drohte. Es wurde vergeblich von Jugendlichen der Naturschutzgruppe des OWK versucht von den Eigentümern Nutzungsrechte zu erhalten. Zu diesem Zeitpunkt war das Gelände in acht Parzellen mit verschiedenen Besitzern aufgeteilt
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1989
Der OWK beschließt das ganze Gelände (ca. 10 000 m²) anzupachten.
1990
Es wurden acht Pachtverträge mit den Eigentümern geschlossen. Gleichzeitig wurde ein Landschaftsplan erstellt.
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1991
Genehmigungen wurden eingeholt und Zuschüsse wurden beantragt. Im September konnte der Startschuß für die praktische Arbeit gegeben werden, Müll einsammeln. Mähen und Abfahren des alten Bewuchses mußten zuerst erledigt werden. Mit Maschineneinsatz wurde das Gelände modelliert. Es entstanden drei Flachwasserzonen und mit dem Aushub wurde ein Erdwall entlang des Feldweges als natürliche Abgrenzung des Biotops geschaffen.
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1992
Im Winter wurden auf dem Erdwall 350 Sträucher und auf der geplanten Magerwiese wurden 25 Hochstammobstbäume gepflanzt. Im Frühjahr wurde der Bereich der Magerwiese mit Gräsern und Wildblumen eingesät.
Die Gesamtkosten beliefen sich auf ca. 7.500,- DM, wovon ca. 4.500,- DM über Zuschüsse finanziert wurden.
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1993
Erste Pflegemaßnahmen im Biotop. Die Sträucher am Wall mußten frei geschnitten werden und Teile des Geländes wurden ausgemäht.
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1993 - 1996
Schon im zweiten Jahr brüteten Rebhühner (gelten in unserem Bereich als sehr selten) im Biotop und in den Flachwasserzonen siedelten sich Amphibien wie Teichfrosch, Laubfrosch, Grasfrosch und Kröten an.
Weiterhin nutzen Rehe, Feldhasen, und Fasane das Gelände als Einstand. Vögel unterschiedlichster Art brüten im Gelände.
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1997
Im Rahmen der Flurbereinigung erwarb die Gemeinde die Grundstücke von den Eigentümern und schloss mit dem OWK einen langjährigen, kostenneutralen Pachtvertrag ab.
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Die Flachwasserzonen im Biotop werden durch Regenwasser gespeist und das Wasser verbleibt meistens bis zum Spätsommer, was den Amphibien für ihre Reproduktion ausreicht. Dann trocknet die Wasserfläche aus, und erleichtert dadurch der Naturschutzgruppe die Pflege des Biotops im Herbst.
Das Biotop ruht, beziehungsweise steht der Natur ungestört von März bis September zur Verfügung. In dieser Zeit sollte es weder betreten noch bearbeitet werden.
An Pflegemaßnahmen fallen an:
Im Herbst - Ausmähen des Geländes, um einer frühzeitigen Verlandung der Flachwasserzonen zu begegnen. Schneiden der Obstbäume und Büsche, eventuelle Nachpflanzungen
2003
Errichtung einer Storchennisthilfe am Rande des Biotops, da seit mehreren Jahren in der Nachbargemeinde Münster ein Storchenpaar nistet und die durchziehenden Störche im Frühjahr über mehrere Tage in unserer Gegend verweilen. - Schließlich hat unsere Gemeinde den Storch im Wappen und da wäre es schön, wenn sich eines Tages wieder Störche bei uns ansiedeln würden.
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Neues Storchennest "In den Stöcken"
Das Storchennest auf dem Mast "In den Stöcken" war durch Sturm und Regen mit den Jahren (seit 2003) in einen maroden Zustand geraten. Norber Anton hat deshalb aus den abgeschnittenen Weiden von der letzten Biotoppflege ein neues Nest geflochten. In Abrede mit der Münsterer Feuerwehr wurde am 13. Februar 2008 das alte Nest vom Masten entfernt und das neue Nest installiert. Hoffentlich bemerken die Störche dieses neue Wohnangebot.
Neues vom Storch in Eppertshausen 2010
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