Warum Amphibienschutz ???

Die verkehrsbedingten Verluste bei den Amphibien haben in den letzten Jahren stark zugenommen. Nicht alle Amphibien sind durch den Straßenverkehr gleichermaßen gefährdet. Ein erhöhtes Risiko besteht nach den bisherigen Erkenntnissen für Arten mit großem Aktionsradius, ausgepägtem Wanderverhalten und traditioneller Bindung an das Laichgewässer. Dies sind insbesondere Erdkröte, Grasfrosch, Springfrosch Bergmolch und Teichmolch.



Bereits eine Verkehrsbelastung von 15-20 Kfz/h kann zu einer 30-50%igen Dezimierung einer Krötenpopulation führen.

Darum !!!


Naturschutz - mach doch mit



Amphibienaktion 2010

Amphibienaktion 2009

Historie

Wissenswertes über Amphibien








Totenstille an Teichen und Weihern - Berliner Forscher untersuchen Ursache des Amphibiensterbens

Biologen des Museums für Naturkunde, der Charité und des Instituts für Biologie der Humboldt-Universität haben sich vorgenommen, einen Hauptverdächtigen für das weltweite Massensterben von Fröschen und anderen Amphibien genauer zu untersuchen: den Hautpilz Batrachochytrium dendrobatidis. Sie setzen dabei auch auf die Mithilfe der Bevölkerung.

Nächtliche Froschkonzerte könnten bald der Vergangenheit angehören, denn inzwischen hat der seit den 60er Jahren in aller Welt zu verzeichnende Rückgang der Amphibienpopulationen bedrohliche Ausmaße angenommen. Das Amphibiensterben macht selbst vor Lebensräumen nicht halt, die keinen nennenswerten menschlichen Einflüssen unterliegen. „Verantwortlich für diese Entwicklung istwahrscheinlich die sogenannte Chytridiomykose, eine Infektionskrankheit, die durch einen im Wasser
lebenden Hautpilz mit dem wissenschaftlichen Namen Batrachochytrium dendrobatidis hervorgerufenwird“ berichtet Tosten Ohst vom Museum für Naturkunde Berlin und einer der beteiligten Biologen. Derzur Gruppe der Töpfchenpilze gehörende Pilz befällt die Keratinschichten der Haut und beeinflusst sovermutlich den Gas-, Flüssigkeits- und Mineralstoffwechsel. Die Haut verändert sich, häufig wird siemilchig und stumpf. Befallene Amphibien sind lethargisch, verweigern die Nahrungsaufnahme, sitzen lange im Wasser und häuten sich oft, bevor sie schließlich sterben. Vielfach wird die Krankheit erst durch äußere Faktoren wie Klimaänderungen, Stress oder Veränderungen des Lebensraums ausgelöst.

Über die globale Verbreitung des Pilzes, seine Übertragungswege und pathogenen Mechanismen ist nur wenig bekannt. Auch für Deutschland kann bisher nicht gesagt werden, ob der Erreger flächendeckend oder nur punktuell verbreitet ist, welche Amphibienarten von der Infektion betroffen sind und wie die Ausbreitung des Pilzes erfolgt. Um das von Batrachochytrium dendrobatidis ausgehende Gefährdungspotential für einheimische Amphibien einschätzen und nutzbringende Schutzkonzepte entwickeln zu können, haben die Berliner Biologen gemeinsam mit dem Veterinärmediziner Frank Mutschmann vom Institut Exomed und Biologen der Naturschutzstation Rhinluch des Landesumweltamtes Brandenburg ein interdisziplinäres Forschungsprojekt auf den Weg gebracht, das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft für einen Zeitraum von drei Jahren finanziert wird. „Im Mittelpunkt steht dabei die Aufklärung der Verbreitungsmuster des Pilzes in Deutschland und die Frage, ob er auch bei einheimischen Amphibien für Populationsrückgänge verantwortlich ist“, so Torsten Ohst. Darüber hinaus soll in enger Zusammenarbeit mit polnischen und Schweizer Wissenschaftlern ein europäisches Netzwerk geschaffen werden, das einen schnellen Austausch von Daten und Informationen ermöglicht, die mit der Krankheit in Verbindung stehen.

Ein wichtiger Faktor für den Erfolg des Projekts ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung: das gehäufte Auftreten toter Amphibien ohne erkennbare Todesursache sollte umgehend unter einer der Berliner Telefonnummern 20938728 (Torsten Ohst, Museum für Naturkunde) oder 51067701 (Frank Mutschmann, Exomed) oder per E-Mail (torsten.ohst@museum.hu-berlin.de) gemeldet werden.

Fotos ("Infiziertes Oberhäutchen" eines Wasserfrosches mit Zoospotren vom B. dendrobatidis sowie Foto
eines an einer Chytridinfektion verendeten Wasserfrosches R. esculenta) finden Sie im Downloadordner:
http://download.naturkundemuseum-berlin.de/presse/Frosch ; Fotocredit: M. Mutschmann
Kontakt:
Museum für Naturkunde der Humboldt-Universität zu Berlin, Invalidenstr. 43, 10115 Berlin
Dr. Jörg Plötner, joerg.ploetner@museum.hu-berlin.de, Tel. +49(0)30 2093 8508

Dr. Gesine Steiner, Öffentlichkeitsarbeit Tel. +49(0)30 2093 8917 Fax. +49(0)30 2093 8914 e-mail gesine.steiner@museum.hu-berlin.de www.naturkundemuseum-berlin.de











Wochenberichte 2010

Erste Woche vom 23.02. - 01.03.2010

Nach wochenlangem Winterwetter setzte ab dem 20. Februar Tauwetter ein und die Temperaturen stiegen bei regnerischem Wetter bis auf 13° C an. Es dauerte ein /zwei Tage bis die ersten Amphibien zu sehen waren. So entschlossen wir uns den Amphibienzaun am 23. Februar zu schließen. Schon am nächsten Morgen fanden sich über 70 Kröten, Frösche und Molche in den Eimern. Bis zum Wochenende wurden bei wieder sinkenden Temperaturen knapp 120 Amphibien übergesetzt.
Das Sturmtief Xynthia bescherte uns durch Windbruch am 28. 02. mal wieder einen Schaden am Amphibienzaun. Am Ende des Hinwandererzaunes zerstörte eine umgefallene Kiefer unseren Zaun auf einer Länge von ca. 5 Metern.

Zweite Woche vom 02.03. - 07.03.2010

In der zweiten Woche machte sich der Winter wieder bemerkbar. Bei Nachttemperaturen bis - 5° C und tagsüber sonnigem, trockenen Wetter wurden keine weiteren Amphibien übergesetzt. Zum Wochenende kam zu den niedrigen Temperaturen dann auch noch Schneefall hinzu.

Dritte Woche vom 08.03. - 14.03.2010

Bei Nachttemperaturen bis - 7° C wanderten in dieser Woche wieder keine Amphibien.

Vierte Woche vom 15.03. - 21.03.2010

In der vierten Woche stiegen die Temperaturen bis zur Wochenmitte bis auf 13° C am Tag und zwischen 0° C und 3° C in der Nacht an, jedoch ohne Niederschläge. so wurden bis zum Donnerstag rund 25 Amphibien übergesetzt. Dann setzte bei milden Temperaturen Regen ein und so konnten bis zum Wochenende 616 Amphibien übergesetzt werden.

Fünfte Woche vom 22.03. - 28.03.2010

Bei Tagestemperaturenvon 13°C bis fast 20°C und Nachttemperaturen zwischen 1°C und 10°C konnten bis zum Wochenende rund 230 Amphibien übergesetzt werden. Am 27. März wurde der Zaun auf der Rückwandererseite geschlossen und die Sammeleimer geöffnet. Gleichzeitig wurde der Zaunschaden repariert, den die umgefallene Kiefer verursacht hatte.

Sechste Woche vom 29.04. - 04.04.2010

Bei Nachttemperaturen zwischen 1° C und 7° C und Tagestemperaturen zischen 3° C und 12° C kam es auch immer wieder zu Regenfällen. Bei den Hinwanderern wechselten nur noch 5 Tiere und bei den Rückwanderern waren rund 85 Amphibien zu verzeichnen waren. Die Hinwanderung der Amphibien zum Rallenteich scheint abgeschlossen zu sein. Für die Rückwanderer werden wir die kommende Woche noch kontrollieren.

Siebte Woche vom 05.04. - 11.04.2010

In dieser Woche bei milden Tagestemperaturen bis 15° Celsius und Nachttemperaturen um 5° Celsius fanden die Helfer fast nur noch leere Eimer bei ihren Kontrollgängen vor. Am Freitag wurde dann der Amphibienzaun wieder geöffnet und die eingegrabenen Eimer wurden abgedeckt. Die Amphibienaktion 2010 ist beendet. Die Zahlen der übergesetzten Amphibien bleiben auf niedrigem Niveau. Anzumerken ist, dass die Braunfrösche nur noch ein Drittel der Vorjahreszahl erreichten. Ob der kalte und lange Winter daran Schuld hatte wird die Zukunft zeigen. Die Zahlen der Kröten und Teichfrösche blieben dagegen stabil. Die Zahl der Molche ist ebenfalls zurückgegangen, jedoch nicht so stark wie die der Braunfrösche.
Allen Helfern wieder an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön.







Sturmtief "Xynthia" am 28.02.2010







Aktuelle Zahlen - Stand 09.04.2010

Erdkröte (bufo bufo) Hinwanderer: 666 Rückwanderer: 140
  Kreuzkröte (bufo calamita) Hinwanderer: Rückwanderer: 0
Grasfrosch (rana temporaria) Hinwanderer: 42 Rückwanderer: 0
  Springfrosch (rana dalmatina) Hinwanderer: 3 Rückwanderer: 2
Teich- und Wasserfrosch (rana esculenta, rana lessonae) Hinwanderer: 223 Rückwanderer: 0
  Moorfrosch (rana arvalis) Hinwanderer: 0 Rückwanderer: 0
Bergmolch (triturus alpestis) Hinwanderer: 29 Rückwanderer: 0
Teichmolch (triturus vulgaris) Hinwanderer: 1 Rückwanderer: 0
  Fadenmolch (triturus helveticus) Hinwanderer: 0 Rückwanderer: 0
  Feuersalamander (salamandra salamandra) Anzahl Tiere: 0  
       
  Gesamtzahl aller Amphibien: 1106 Hinwanderer: 964 Rückwanderer: 142











Winterdienst statt Amphibiendienst 2010







Frösche und Kröten im Sammeleimer








Wochenberichte 2009

Erste Woche vom 23.02. - 01.03.2009

Mitte der Woche wurden für das Wochenende Temperaturen bis 14° C angekündigt. Daraufhin hatten wir uns entschlossen den Krötenzaun am Freitag zu schließen. Am Sonnabend fand sich bei trockener Witterung und rund 10° C lediglich eine Kröte in den Eimern. Am Sonntag bei 5° C hatten wir dann 16 Kröten, 7 Grasfrösche und 5 Molche in den Eimern. Für den Anfang ein schönes Ergebnis.

Zweite Woche vom 02.03. - 08.03.2009

Bei Temperaturen zwischen 2° und 6° C kam keine richtige Wanderlust bei den Amphibien auf, obwohl es zwischendurch immer wieder einmal regnete. Die Temperaturen müssten wohl noch drei bis fünf Grad steigen. So konnten wir bis zum Sonntag ca. 160 Amphiben übersetzen.

Dritte Woche vom 09.03. - 15.03.2009

Bei feuchtkalten Nächten mit Temperaturen um 3° C wanderten nur wenige Amphibien. Ab der zweiten Wochenhälfte stiegen die Temperaturen langsam an um am Wochenende bis zu 13° C zu erreichen. Das beflügelte die Wanderlust der Amphibien etwas mehr. So konnten bis zum Sonntag doch noch knapp 300 Amphibien übergesetzt werden. Bleibt zu hoffen, dass der Frühling langsam Einzug hält. Am Montag wurde der Amphibienzaun an einigen Stellen repariert. So war auf der Rückwandererseite eine Kiefer auf den Zaun gefallen und hatte diesen auf einer Länge von zwei Metern zerstört. Die Untersuchung auf Pilzbefall der Amphibien hat ebenfalls in dieser Woche begonnen. Dabei werden Abstriche auf der Bauchunterseite der Amphibien gemacht, die dann zur weiteren Untersuchung nach Berlin geschickt werden.

Vierte Woche vom 16.03 - 22.03.2009

Bis zur Wochenmitte wurden noch ca. 150 Amphibien übergesetzt, danach erlahmten alle Wanderaktivitäten bei trockener Witterung mit Nachttemperaturen bis -3° C und Tagestemperaturen zwischen 6° und 10° C. Am Samstag wurden je 50 m Gewebezaun in Richtung Thomashütte beidseitig von den Helfern aufgestellt, da es in diesem Bereich in der Vergangenheit viele überfahrene Amphibien gab.

Fünfte Woche vom 23.03. - 29.03.2009

Die feuchtkalte Witterung hielt auch in dieser Woche an. So konnten bis zum Sonntag nur ca. 50 Amphibien übergesetzt werden. Für die nächste Woche hat der Wetterbericht endlich frühlingshafte Temperaturen angekündigt, was unsere Amphibien hoffentlich noch einmal zu einem Endspurt bei ihrer Wanderung anregt.

Sechste Woche vom 30.03. - 05.04.2009

Der Frühling hielt in dieser Woche Einzug. Bei Temperaturen von 15 - 20° C und trockener Witterung waren unsere Amphibien nur bedingt bereit zu wandern. Bis zum Wochenende wurden 115 Amphibien übergesetzt. In dieser Woche hatten wir wieder einmal Probleme mit Wildschweinen in unserem Amphibienbereich. Nach einer abendlichen Übersetzaktion haben sich die Wildschweine über die Amphibien hergemacht und viele zerbissen und teilweise gefressen. Die Helfer sollten möglichst die übergesetzten Tiere in die kleineren Tümpel entlassen und die Eimer nicht auf dem Waldboden leeren.

Siebte Woche vom 06.04. - 12.04.2009

Trockenes warmes Wetter am Tag und nachts Temperaturen um 5° C. Nichts los am Amphibienzaun. Nur 32 Amphibien waren auf Wanderschaft. Wenn die nächsten Regenfälle kommen, werden wir sehen ob es das für dieses Jahr schon war
oder ob der Wandertrieb noch einmal einsetzt.

Achte Woche vom 13.04. - 19.04.2009

Bis zur Wochenmitte weiterhin ruhiges warmes Frühlingswetter. Am Donnerstag zog dann Bewölkung auf, die in der Nacht zum Freitag ergiebige Regenfälle brachte. Am Freitag hatten die Helfer dann doch noch einmal morgens 258 Amphibien in den Eimern und am Abend waren es 74 Amphibien. Nach diesen Regenfällen war dann auch sofort wieder Schluss mit der Amphibienwanderung und nur noch vereinzelt fanden sich Tiere in den Eimern. Immerhin konnten in dieser Woche noch einmal 370 Amphibien übergesetzt werden

Neunte Woche vom 20.04. - 24.04.2009

Auch in dieser Woche geschieht nichts Aufregendes am Zaun. Bis zum Freitag wurden lediglich 12 Amphibien in den Eimern gezählt, sodass wir uns entschlossen haben den Krötenzaun wieder zu öffnen und die diesjährige Amphibienaktion zu beenden.

Auch die diesjährige Amphibienaktion hatte wieder einen ungewöhnlichen Verlauf. Bei relativ hohen Tagestemperaturen und Nachttemperaturen teilweise unter 0° C setzte die Wanderung der Amphibien sehr schleppend ein, stieg dann jedoch mitte März steil an um dann wieder quasi zu erstarren, da es an Regen und somit an Feuchtigkeit mangelte. Die letzte Woche im März und die zweite Woche im April bescherte uns noch einmal relativ viele Amphibien. Auffällig war in diesem Jahr, dass die Kröten zu zwei Drittel hinter der Vorjahreszahl blieben. Die Anzahl der Frösche und Molche blieb stabil oder erhöhte sich sogar. Was das Ausbleiben der Kröten verursachte, ob der relativ kalte Winter oder der sich verändernte Lebensraum einen Einfluss hatten bleibt offen.
In diesem Jahr wurde das erste Mal eine Untersuchung der Amphibien durch die Uni Berlin bundesweit gestartet. Vor Ort wurde von den Helfern bei einem Teil der Amphibien ein Abstrich gemacht und per Post nach Berlin versandt, um dort von den Wissenschaftlern auf eventuelle Hauterkrankungen untersucht zu werden. Ergebnisse liegen derzeit noch nicht vor.

Auch in diesem Jahr wieder ein herzliches Dankeschön an alle Helfer die vor Ort im Einsatz waren.






Aktuelle Zahlen - Stand 26.04.2009

Erdkröte (bufo bufo) Hinwanderer: 598 Rückwanderer: 156
Kreuzkröte (bufo calamita) Hinwanderer: 5 Rückwanderer: 0
Grasfrosch (rana temporaria) Hinwanderer: 129 Rückwanderer: 0
Springfrosch (rana dalmatina) Hinwanderer: 12 Rückwanderer: 0
Teich- und Wasserfrosch (rana esculenta, rana lessonae) Hinwanderer: 250 Rückwanderer: 6
Moorfrosch (rana arvalis) Hinwanderer: 1 Rückwanderer: 0
Bergmolch (triturus alpestis) Hinwanderer: 47 Rückwanderer: 0
Teichmolch (triturus vulgaris) Hinwanderer: 0 Rückwanderer: 0
Fadenmolch (triturus helveticus) Hinwanderer: 0 Rückwanderer: 0
Feuersalamander (salamandra salamandra) Anzahl Tiere: 0  
     
Gesamtzahl aller Amphibien: 1199 Hinwanderer: 1037 Rückwanderer: 162




Amphibienaktion 2008




Erdkrötenmann und Teichfroschfrau - Wo die Liebe hinfällt...






Amphibienwanderung auch bei Schneeresten

Wetterkapriolen beim Start der Amphibienaktion 2006




Krötenpaar (bufo bufo)





Historie

In den achtziger Jahren hatte alles angefangen. Nachdem von der Ober-Röder BUND-Gruppe beobachtet wurde, daß die Amphibien bei ihrer Wanderung über die Kreisstraße 180 zwischen Eppertshausen und der Thomashütte zum Naturschutzgebiet „Rallenteich“ starke Verluste durch den fließenden Verkehr erlitten, Hunderte bis Tausende von Amphibien wurden überfahren. Man entschloß sich zum Schutz der wandernden Amphibien einen Folienzaun zu installieren. Dieser mußte im Februar errichtet und im Mai wieder abgebaut werden, und das Jahr für Jahr. Für die Zeit der Amphibienaktion mußte dann zweimal täglich kontrolliert und die Amphibien übergesetzt werden, da die Tiere vom Zaun geleitet, in am Zaun in regelmäßigen Abständen eingegrabene Eimer fielen.

Nach Fertigstellung des Ausbaus der Bundesstraße B45a wurde auch im Bereich dieser Zufahrten und des Streckenverlaufes im Bereich Ober-Roden ein verstärkter Amphibienschutz nötig. So ergab sich, daß die BUND-Gruppe Ober-Roden 1987 an Manfred Hechler herantrat, der damals schon lange im Naturschutz des Odenwaldklub Eppertshausen tätig war, den Amphibienschutz an der Kreisstraße 180, Bereich „Rallenteich“ zu übernehmen.

Relativ schnell rekrutierte sich eine kleine Gruppe (15 - 25 Mitglieder) begeisterter Helfer. Jährlich wurde der Amphibienzaun errichtet und die Übersetzaktion durchgeführt. Die Hoffnung auf Amphibientunnel unter der Straße, so daß die Amphibien selbst unter der Straße hindurchwandern können, zerschlug sich nach ein paar Jahren, da das Geld für solche Baumaßnahmen immer knapper wurde.

Nachdem sich herausgestellt hatte, daß jedes Jahr ungefähr 3000 Tiere übergesetzt wurden, entschloß man sich 1994 einen festen Holzzaun zu errichten. Man bestellte das Holz, und in einer mehrwöchigen Aktion auf dem Eppertshäuser Festplatz wurden Zaunelemente von ca. 3,5 m Länge gefertigt. Diese transportierten die Helfer dann vor Ort und so wurde der Holzzaun mit einer Gesamtlänge von ca.600 m an der Kreisstraße errichtet, mit vielen Helfern vom OWK, aber auch aus Münster. Diese Aktion erübrigte den Abbau des Zaunes. Was nicht entfiel, das war das Schließen des Zaunes im Februar, die Kontrolle und das Übersetzen der Amphibien; das Öffnen des Zaunes (alle 20 m wird eine Durchlaßöffnung geschaffen), sowie das Abdecken der Eimer im Mai. Dann können die Kleintiere durch den Zaun über die Straße wechseln.

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Wissenswertes über Amphibien

Nahrungskette von Amphibien

Aktionsradien von Amphibien

Lebensräume der Amphibien

Wanderverhalten von Amphibien

Vereinfachte Bestimmung von Froschlurchen

Vereinfachte Bestimmung von Schwanzlurchen

Quellennachweis:
Ein Teil der Abbildungen entstammt der Schriftenreihe der Straßenbauverwaltung Baden Würtemberg - Heft 4 Amphibienschutz - Leitfaden für Schutzmaßnahmen an Straßen



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