Warum Amphibienschutz ???
Die verkehrsbedingten Verluste bei den Amphibien haben in den letzten Jahren stark zugenommen. Nicht alle Amphibien sind durch den Straßenverkehr gleichermaßen gefährdet. Ein erhöhtes Risiko besteht nach den bisherigen Erkenntnissen für Arten mit großem Aktionsradius, ausgepägtem Wanderverhalten und traditioneller Bindung an das Laichgewässer. Dies sind insbesondere Erdkröte, Grasfrosch, Springfrosch Bergmolch und Teichmolch.
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Bereits eine Verkehrsbelastung von 15-20 Kfz/h kann zu einer 30-50%igen Dezimierung einer Krötenpopulation führen.
Darum !!!
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Naturschutz - mach doch mit
Amphibienaktion 2012
Amphibienaktion 2011
Historie
Wissenswertes über Amphibien
Totenstille an Teichen und Weihern - Berliner Forscher untersuchen Ursache des Amphibiensterbens
Biologen des Museums für Naturkunde, der Charité und des Instituts für Biologie der Humboldt-Universität haben sich vorgenommen, einen Hauptverdächtigen für das weltweite Massensterben von Fröschen und anderen Amphibien genauer zu untersuchen: den Hautpilz Batrachochytrium dendrobatidis. Sie setzen dabei auch auf die Mithilfe der Bevölkerung.
Nächtliche Froschkonzerte könnten bald der Vergangenheit angehören, denn inzwischen hat der seit den 60er Jahren in aller Welt zu verzeichnende Rückgang der Amphibienpopulationen bedrohliche Ausmaße angenommen. Das Amphibiensterben macht selbst vor Lebensräumen nicht halt, die keinen nennenswerten menschlichen Einflüssen unterliegen. „Verantwortlich für diese Entwicklung istwahrscheinlich die sogenannte Chytridiomykose, eine Infektionskrankheit, die durch einen im Wasser
lebenden Hautpilz mit dem wissenschaftlichen Namen Batrachochytrium dendrobatidis hervorgerufenwird“ berichtet Tosten Ohst vom Museum für Naturkunde Berlin und einer der beteiligten Biologen. Derzur Gruppe der Töpfchenpilze gehörende Pilz befällt die Keratinschichten der Haut und beeinflusst sovermutlich den Gas-, Flüssigkeits- und Mineralstoffwechsel. Die Haut verändert sich, häufig wird siemilchig und stumpf. Befallene Amphibien sind lethargisch, verweigern die Nahrungsaufnahme, sitzen lange im Wasser und häuten sich oft, bevor sie schließlich sterben. Vielfach wird die Krankheit erst durch äußere Faktoren wie Klimaänderungen, Stress oder Veränderungen des Lebensraums ausgelöst.
Über die globale Verbreitung des Pilzes, seine Übertragungswege und pathogenen Mechanismen ist nur wenig bekannt. Auch für Deutschland kann bisher nicht gesagt werden, ob der Erreger flächendeckend oder nur punktuell verbreitet ist, welche Amphibienarten von der Infektion betroffen sind und wie die Ausbreitung des Pilzes erfolgt. Um das von Batrachochytrium dendrobatidis ausgehende Gefährdungspotential für einheimische Amphibien einschätzen und nutzbringende Schutzkonzepte entwickeln zu können, haben die Berliner Biologen gemeinsam mit dem Veterinärmediziner Frank Mutschmann vom Institut Exomed und Biologen der Naturschutzstation Rhinluch des Landesumweltamtes Brandenburg ein interdisziplinäres Forschungsprojekt auf den Weg gebracht, das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft für einen Zeitraum von drei Jahren finanziert wird. „Im Mittelpunkt steht dabei die Aufklärung der Verbreitungsmuster des Pilzes in Deutschland und die Frage, ob er auch bei einheimischen Amphibien für Populationsrückgänge verantwortlich ist“, so Torsten Ohst. Darüber hinaus soll in enger Zusammenarbeit mit polnischen und Schweizer Wissenschaftlern ein europäisches Netzwerk geschaffen werden, das einen schnellen Austausch von Daten und Informationen ermöglicht, die mit der Krankheit in Verbindung stehen.
Ein wichtiger Faktor für den Erfolg des Projekts ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung: das gehäufte Auftreten toter Amphibien ohne erkennbare Todesursache sollte umgehend unter einer der Berliner Telefonnummern 20938728 (Torsten Ohst, Museum für Naturkunde) oder 51067701 (Frank Mutschmann, Exomed) oder per E-Mail (torsten.ohst@museum.hu-berlin.de) gemeldet werden.
Fotos ("Infiziertes Oberhäutchen" eines Wasserfrosches mit Zoospotren vom B. dendrobatidis sowie Foto
eines an einer Chytridinfektion verendeten Wasserfrosches R. esculenta) finden Sie im Downloadordner:
http://download.naturkundemuseum-berlin.de/presse/Frosch ; Fotocredit: M. Mutschmann
Kontakt:
Museum für Naturkunde der Humboldt-Universität zu Berlin, Invalidenstr. 43, 10115 Berlin
Dr. Jörg Plötner, joerg.ploetner@museum.hu-berlin.de, Tel. +49(0)30 2093 8508
Dr. Gesine Steiner, Öffentlichkeitsarbeit Tel. +49(0)30 2093 8917 Fax. +49(0)30 2093 8914 e-mail gesine.steiner@museum.hu-berlin.de www.naturkundemuseum-berlin.de
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Auch die Amphibien im Bereich Rallenteich wurden leider im Jahr 2009 positiv getestet. Für weitere Tests nehmen die Helfer auch in diesem Jahr 2011 Abstriche bei Kröten , Fröschen und Molchen vor. Diese Proben werden dann von Biologen auf die Hautpilzerkrankung hin getestet. Trotzdem verzeichnen wir in diesem Jahr wieder eine Zunahme der Amphibien.
Abstriche an Amphibien werden vorgenommen
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Amphibienaktion 2012
Amphibienaktion 2011
Amphibienzaunschaden durch Sturmtief "Carmen"
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Freude über bei uns seltenen Salmander
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Wochenberichte 2011
Erste Woche vom 31.01. - 06.02.2011
Nachdem vom 14. bis 16. Januar schon einmal ein Wärmeeinbruch mit Temparaturen bis 15° C eintrat und auf den Straßen etliche Braunfrösche gesehen wurden, haben wir uns entschlossen den Amphibienzaun am 5. Februar zu schließen. Erneut wurden für mehrere Tage Temperaturen bis 15° C und zeitweise Schauern von den Meteorologen vorhergesagt. Temperaturunterschiede von 15° C und mehr innerhalb weniger Tage bringen nicht nur die Natur, sondern auch unsere Planungen teilweise durcheinander.
In den bisherigen zwei Tagen fanden sich keine Amphibien in den Eimern, da die angekündigten Niederschläge bei uns nicht eintrafen und das Gelände für eine einsetzende Wanderung zu trocken war.
Dafür fanden in den zurückliegenden Tagen umfangreiche Reparaturen des Amphibienzaunes statt. Schäden durch Windbruch, Schneeräumdienst und Gländedeformationen haben dem Amphibienzaun teilweise stark zugesetzt. So mussten Elemente ausgetauscht, gerichtet oder stabilisiert werden. Insgesamt wurden rund 25 Arbeitsstunden von den Helfern geleistet.
Zweite Woche vom 07.02. - 13.02.2011
Zurückgehende Temperaturen bis - 4° C in der Nacht und weiterhin trockene Witterung verhinderten bis zum Freitag jegliche Wanderaktivitäten. In der Nacht zum Freitag setzte Regen ein und es stiegen die Temperaturen nachts bis auf 8° C an. Am Freitag fanden sich dann endlich die ersten Amphibien in den Eimern. Das Wetter hielt so für zwei Tage an und wir konnten bis zum Sonntag rund 60 Amphibien übersetzen.
Dritte Woche vom 14.02. - 20.02.2011
Lediglich am Dienstag und am Mittwoch konnten wir sieben Kröten, 8 Gras- und 2 Teichfrösche übersetzen, danach bewegten sich die Nachttemperaturen um den Gefrierpunkt. Diese Wetterlage dauerte bis zum Wochenende an und es erlahmten jegliche Wanderaktivitäten bei den Amphibien.
Vierte Woche vom 21.02. - 27.02.2011
Die ganze Woche herrschten Nachtfröste bei tagüber meist sonnigem Wetter ohne jegliche Niederschläge. Die Amphibien verharren weiterhin in Winterruhe.
Fünfte Woche vom 28.02. - 06.03.2011
Auch in dieser Woche bewegten sich die Nachttemperaturen um den Gefrierpunkt und die Tagestemperaturen erreichten maximal 10° C. Bei trockener Witterung fand sich aber dennoch am Dienstag ein Molch im Eimer.
Sechste Woche vom 07.03. - 13.03.2011
Am Mittwoch wurden von der Straßenmeisterei die Geschwindigkeitsbegrenzungsschilder auf 50 Kmh aufgestellt. Bis zur Wochenmitte gab weiterhin keine Wanderaktivitäten der Amphibien. Ab Donnerstag setzte bei steigenden Tages- und Nachttemperaturen die Wanderung wieder langsam ein und so konnten in dieser Woche 207 Amphibien übergesetzt werden. Bevor die "große" Wanderung einsetzt haben wir am Mittwoch auf beiden Seiten des Amphibienzaunes mit der Motorsense das Gestrüpp entfernt. Jetzt warten alle auf Regen, damit die Zahlen der übersetzenden Amphibien endlich anziehen.
Siebte Woche vom 14.03. - 20.03.2011
Bei feuchtwarmem Wetter mit Temperaturen um 10° Celsius wanderten bis zum Mittwoch über 600 Amphibien. Dann wurden bei anhaltender Trockenheit und zum Wochenende stark zurück gehenden Nachttemperaturen (bis -7° C) nur noch rund 100 Tiere übergesetzt. Am Donnerstag fand sich seit langer Zeit mal wieder ein Salamander in unseren Eimern, diese werden von uns aber normalerweise nicht übergesetzt, da der Tümpelbereich bei uns für Salamander nicht geeignet ist. Bis auf Teichfrösche liegen wir bei allen anderen Amphibienarten jetzt schon über den Vorjahreszahlen, was eine sehr erfreuliche Entwicklung ist.
Achte Woche vom 21.03. - 27.03.2011
Bei wieder trockener Witterung und teilweisen Nachtfrösten konnten in dieser Woche lediglich 57 Amphibien übergesetzt werden. Ob die Amphibienwanderung schon vorbei ist, kann erst festgestellt werden, wenn feuchte Witterung einsetzt und die Nachttemperaturen mindestens 10° C betragen. Wie es derzeit aussieht haben wir in diesem Jahr wieder einmal mit einer längeren Amphibienaktion zu rechnen.
Neunte Woche vom 28.03. - 03.04.2011
Bis zur Wochenmitte herrschte trockene Witterung, teilweise mit Nachttemperaturen um 0° C, dann brachte ein Tiefdruckgebiet Regen und mildere Temperaturen. Jetzt begann bei den Kröten die Rückwanderung und bei den Teichfröschen setzte die Wanderung Richtung Rallenteich erst richtig ein. Bis zum Wochenende wurden 176 Kröten-Rückwanderer übergesetzt und in die andere Richtung wurden rund 150 Teichfrösche übergesetzt.
Zehnte Woche vom 04.04. - 10.04.2011
Durch die Niederschläge am Wochenende fanden sich am Montagmorgen über 100 Amphibien in den Eimern. Es handelte sich bei den meisten Amphibien um Erdkröten die vom Rallenteich zurück in den Wald wollten. Die folgenden Tage der Woche herrschte wieder Trockenheit und nur noch wenige Tiere waren auf Wanderschaft. Wir werden noch abwarten bis der nächste Regen kommt, dann sehen wir, wie es weiter geht. Die diesjährige Amphibienaktion ist wieder geprägt von langen Trockenperioden die die Amphibienwanderung immer wieder unterbrechen.
Elfte Woche vom 11.04. - 17.04.2011
Bei größtenteils sonnigem und trockenen Wetter mit Nachtemperaturen in der zweiten Wochenhälfte nahe dem Gefrierpunkt war lediglich am Mittwoch ein Frosch auf Wanderschaft (am Dienstagabend fielen ein paar Regentropfen). Wir warten weiterhin auf Regenwetter. Wegen der anhaltenden Trockenheit haben wir die Kontrollen der Eimer auf den Morgen beschränkt.
Zwölfte Woche vom 18.04. - 24.04.2011
Noch immer kein Regen. Die Natur lechzt nach Wasser. Sommerliche Temperaturen zum Teil über 25° C und Waldbrandgefahrenstufe 4 haben auch in dieser Woche den Amphibien das Wandern weitgehend verleitet. Bis zum Sonntag wurden 13 Teichfrösche übergesetzt. Die Helfer kontrollieren weiter nur am Vormittag und wenn bis Ende nächster Woche kein Regen fällt, werden wir die Amphibienaktion beenden.
Dreizehnte Woche vom 25.04. - 29.04.2011
Bis zum Mittwoch herrschteTrockenheit vor, dann setzten für zwei Tag vereinzelte Regenfälle ein und wir konnten noch einmal 75 Amphibien übersetzen. Danach verfiel wieder alles in Trockenstarre. Am Freitag entschlossen wir uns nach 13 Wochen die Amphibienaktion zu beenden, den Zaun zu öffnen und die Sammeleimer abzudecken. Die diesjährige Amphibienaktion war eine der längsten Amphibienaktionen seit vielen Jahren. Anfangs unterbrachen Nachtfröste die Wanderung der Amphibien, später die immer wieder eintretenden Trockenperioden. So wurden eigentlich nur an sieben Wochen nennenswerte Amphibienzahlen erreicht. Die restlichen Wochen fanden sich keine- oder nur wenige Amphibien in den Eimern. Trotzdem haben wir in diesem Jahr rund 30 % mehr Amphibien übergesetzt als im vergangenen Jahr. Für die Arbeit und Ausdauer allen Helfern ein herzliches Dankeschön.
Helfer der Amphibienaktion bei der Arbeit
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Aktuelle Zahlen - Endergebnis
Statistische Auswertung 2011 -
Amphibienwanderung auch bei Schneeresten
Wetterkapriolen beim Start der Amphibienaktion 2006
Krötenpaar (bufo bufo)
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Historie
In den achtziger Jahren hatte alles angefangen. Nachdem von der Ober-Röder BUND-Gruppe beobachtet wurde, daß die Amphibien bei ihrer Wanderung über die Kreisstraße 180 zwischen Eppertshausen und der Thomashütte zum Naturschutzgebiet „Rallenteich“ starke Verluste durch den fließenden Verkehr erlitten, Hunderte bis Tausende von Amphibien wurden überfahren. Man entschloß sich zum Schutz der wandernden Amphibien einen Folienzaun zu installieren. Dieser mußte im Februar errichtet und im Mai wieder abgebaut werden, und das Jahr für Jahr. Für die Zeit der Amphibienaktion mußte dann zweimal täglich kontrolliert und die Amphibien übergesetzt werden, da die Tiere vom Zaun geleitet, in am Zaun in regelmäßigen Abständen eingegrabene Eimer fielen.
Nach Fertigstellung des Ausbaus der Bundesstraße B45a wurde auch im Bereich dieser Zufahrten und des Streckenverlaufes im Bereich Ober-Roden ein verstärkter Amphibienschutz nötig. So ergab sich, daß die BUND-Gruppe Ober-Roden 1987 an Manfred Hechler herantrat, der damals schon lange im Naturschutz des Odenwaldklub Eppertshausen tätig war, den Amphibienschutz an der Kreisstraße 180, Bereich „Rallenteich“ zu übernehmen.
Relativ schnell rekrutierte sich eine kleine Gruppe (15 - 25 Mitglieder) begeisterter Helfer. Jährlich wurde der Amphibienzaun errichtet und die Übersetzaktion durchgeführt. Die Hoffnung auf Amphibientunnel unter der Straße, so daß die Amphibien selbst unter der Straße hindurchwandern können, zerschlug sich nach ein paar Jahren, da das Geld für solche Baumaßnahmen immer knapper wurde.
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Nachdem sich herausgestellt hatte, daß jedes Jahr ungefähr 3000 Tiere übergesetzt wurden, entschloß man sich 1994 einen festen Holzzaun zu errichten. Man bestellte das Holz, und in einer mehrwöchigen Aktion auf dem Eppertshäuser Festplatz wurden Zaunelemente von ca. 3,5 m Länge gefertigt. Diese transportierten die Helfer dann vor Ort und so wurde der Holzzaun mit einer Gesamtlänge von ca.600 m an der Kreisstraße errichtet, mit vielen Helfern vom OWK, aber auch aus Münster. Diese Aktion erübrigte den Abbau des Zaunes. Was nicht entfiel, das war das Schließen des Zaunes im Februar, die Kontrolle und das Übersetzen der Amphibien; das Öffnen des Zaunes (alle 20 m wird eine Durchlaßöffnung geschaffen), sowie das Abdecken der Eimer im Mai. Dann können die Kleintiere durch den Zaun über die Straße wechseln.
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Wissenswertes über Amphibien
Nahrungskette von Amphibien
Aktionsradien von Amphibien
Lebensräume der Amphibien
Wanderverhalten von Amphibien
Vereinfachte Bestimmung von Froschlurchen
Vereinfachte Bestimmung von Schwanzlurchen
Quellennachweis:
Ein Teil der Abbildungen entstammt der Schriftenreihe der Straßenbauverwaltung Baden Würtemberg - Heft 4 Amphibienschutz - Leitfaden für Schutzmaßnahmen an Straßen






























































