Veranstaltungen 2012
| Datum / Ort / Uhrzeit: | Thema: | Bemerkung: |
| Februar 2012 | Kontrolle und Reinigung der Fledermauskästen im Wald rund um Eppertshausen | Genauer Termin wird kurzfristig festgelegt |
| Anfang Februar bis Ende April | Zweimal täglich Übersetzaktion der Amphibien an der Kreisstraße 180 zwischen Messel und Eppertshausen | Die Kontrollen erfolgen nach Einteilungsplan - Wer mitmachen möchte, meldet sich bitte bei Jürgen Reinecke, Tel. 06071-34200 |
| 25. Februar 2012 um 09:00 Uhr | Arbeitseinsatz: Pflege der Bäume und Büsche in den Biotopen "In den Stöcken" und "Im gebrannten Bruch" | Wer mitmachen möchte, meldet sich bitte bei Jürgen Reinecke, Tel. 06071-34200 - Rechen, Gabeln und Gartenhandschuhe nicht vergessen |
| 21. April 2012 um 10:00 Uhr | Naturschutzwartetreffen 2012 | Im Haus der Vereine in Eppertshausen. |
| Termin noch offen | Helferessen aller Beteiligten an der Amphibienaktion der Naturschutzgruppe | Haus der Vereine in Eppertshausen |
| Oktober - Termin wird kurzfristig festgelegt | Wir gehen mit einem Fachmann auf Pilzsuche | |
| 03. November 2012 um 09:00 Uhr | Ausmähen der Biotope "In den Stöcken" und "Im gebrannten Bruch", sowie Baumpflege am Streuobstbestand | Wer mitmachen möchte, meldet sich bitte bei Jürgen Reinecke, Tel. 06071-34200 - Rechen, Gabeln und Gartenhandschuhe nicht vergessen |
Natur des Jahres 2012
| Titel : | Art : | Kontakt : | Foto :(Aus urheberrechtlichen Gründen werden nur vereinseigene Fotos verwendet, wenn vorhanden) |
| Vogel des Jahres | Die Dohle (corvus monedula) | Naturschutzbund Deutschland (NABU) - http://www.nabu.de | |
| Wildtier des Jahres | N.N. | Schutzgemeinschaft Deutsches Wild - http://www.sdwi.de | |
| Lurch des Jahres | Die Erdkröte (bufo bufo) | Deutsche Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde - http://www.dght.de Foto: Jürgen Reinecke |
|
| Fisch des Jahres | Das Neunauge (Lampetra fluviatilis) | Verband Deutscher Sportfischer e. V. - http://www.vdsf.de | |
| Insekt des Jahres | Der Hirschkäfer (lucanus cervus) | Deutsches Entomologisches Institut - http://www.bba.de | |
| Schmetterling des Jahres | Das Kleine Nachtpfauenauge (Saturnia pavonia) | BUND - NRW - http://www.bund-nrw-naturschutzstiftung.de | |
| Spinne des Jahres | Große Höhlenspinne (meta menardi) | Arachnologische Gesellschaft e. V. - http://www.arages.de | |
| Weichtier des Jahres | Die Schlanke Bernsteinschnecke (Oxyloma elegans) | Kuratorium Weichtier des Jahres - | |
| Das Höhlentier des Jahres | Große Höhlenspinne (meta menardi) | Verband für Höhlen und Karstforscher http://www.hoehlentier.de | |
| Gefährdete Nutztierrasse des Jahres | Die Deutschen Sperber (Hühnerrasse) | Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen e.V. - http://www.g-e-h.de | |
| Baum des Jahres | Die Lärche (larix decidua) | Kuratorium Baum des Jahres - http://www.baum-des-jahres.de Foto: Jürgen Reinecke |
|
| Blume des Jahres | Die Heidenelke (dianthus deltoides) | Stiftung Naturschutz Hamburg - Stiftung Loki Schmidt - http://www.stiftung-naturschutz-hh.de Foto: Jürgen Reinecke | |
| Orchidee des Jahres | Das bleiche Knabenkraut (orchis pallens) | Arbeitskreis Heimische Orchideen - http://www.orchideen-freunde.de Foto: Bernhard Kraus | |
| Wasserpflanze des Jahres | Der Gewöhnliche Wasserhahnenfuß (Ranunculus aquatilis) | Förderkreis Sporttauchen - http://www.foerderkreis-sporttauchen.de | |
| Pilz des Jahres | Der Graue Leistling (Craterellus cinereus) | Deutsche Gesellschaft für Mykologie - http://www.dgfm-ev.de | |
| Flechte des Jahres | Die Echte Lungenflechte (Lobaria pulmonaria) | Bryologisch-Lichenologische Arbeitsgemeinschaft für Mitteleuropa - | |
| Moos des Jahres | Das Grüne Koboldmoos (Buxbaumia viridis) | Bryologisch-Lichenologische Arbeitsgemeinschaft für Mitteleuropa - | |
| Streuobstsorte des Jahres | Rosenapfel vom Schönbuch (BW) | Landesgruppe Hessen des Pomologenverein (HE) | |
| Gemüse des Jahres | Pastinake (Pastinaca sativa) | Verein zur Erhaltung der Nutzpflanzenvielfalt - http://www.nutzpflanzenvielfalt.de | |
| Heilpflanze des Jahres | Die Koloquinte (citrullus colocynthis) | NHV Theophrastus - http://www.nhv-theophrastus.de | |
| Arzneipflanze des Jahres | Die Süßholzwurzel (Glycyrrhiza glabra) | Institut für Geschichte der Medizin der Universität Würzburg | |
| Giftpflanze des Jahres | Goldregen (Laburnum anagyroides) | Botanischer Sondergarten Wandsbeck - http://www.botanischer-sondergarten.hamburg.de | |
| Staude des Jahres | Der Knöterich (persicaria) | Bund der Staudengärtner - http://www.stauden.de | |
| Landschaft des Jahres | N.N. | Naturfreunde Internationale - http://www.nfi.at | |
| Flusslandschaft des Jahres | Die Helme | Naturfreunde Deutschlands - http://www.naturfreunde.de |
|
Erste Bruterfolge im Vogeldomiziel "Alter HEAG Turm"
Zehn Jahre nachdem die Naturschutzgruppe die ehemalige Trafo-Station der HEAG zu einem Vogeldomiziel umgebaut hat, hatten wir im vergangenen Jahr einen ersten Bruterfolg bei den Turmfalken zu verzeichen. Nachdem es zuerst zu Streitigkeiten zwischen den Turmfalken und in der Nähe brütenden Elstern kam, nisteten die Turmfalken in einem der im Inneren des Turmes aufgestellten Nistkästen. Von den Alttieren wurden wurden 2 junge Turmfalken erfolgreich aufgezogen. Bleibt zu hoffen, dass in diesem Jahr mit weiteren Besuchen und Brutgeschäften im Turm zu rechnen ist.
Biotoppflege „In den Stöcken“
Um den seit Jahren im Biotop vorkommenden Laubfrosch, dessen Existenz stark gefährdet ist, auch weiterhin in diesem Gelände zu erhalten, ist es nötig um die Flachwasserzonen ein wiesenartiges Gelände mit nicht zu hohem Bewuchs zu schaffen, da der Laubfrosch offenes Wiesengelände mit vereinzeltem Büschen für seine Reproduktion im Frühjahr bevorzugt. Als weitere Amphibien kommen noch Gras, Spring und Teichfrosch vor. Ab dem Frühjahr brüten mehrere Vogelarten, Fasane und Rebhühner. Igel, ja sogar Rehe und Hasen finden einen Ruheraum nicht nur über die Sommermonate im Biotop.
Tagelang war das Geräusch der Motorsense aus dem Biotop „In den Stöcken“ zu hören, um Schilf und Dickicht zu mähen und so einem frühzeitigen Verlanden der Flachwasserzonen des Biotopes vorzubeugen.
Am Samstag, 29. Oktober trafen sich dann 18 Helfer der Naturschutzgruppe des Odenwaldklub Eppertshausen um 09:00 Uhr vor Ort, um die Mahd zusammen zu rechen und abzufahren. Ein Helfer stellte seinen privaten PKW mit Anhänger zur Verfügung, um das Mahdgut abzutransportieren. Die Arbeiten schritten zügig voran. Gegen 11:00 Uhr gab es dann ein Frühstück und Getränke für alle, um danach die restlichen Arbeiten zu erledigen. Die guten Arbeitsleistungen der Helfer ermöglichten es, bis 13:00 Uhr, das Biotop komplett, mit seinen vier Flachwasserzonen zu bearbeiten.
Dieser Einsatz hat wieder einmal gezeigt, was viele Hände in relativ kurzer Zeit alles schaffen können.
Allen Helfern sei an dieser Stelle nochmals herzlich gedankt, in der Hoffnung, dass die nächste Aktion im Frühjahr wieder einen ähnlichen Anklang findet.
Kleine Fotos zum Vergrößern bitte anklicken
![]() |
![]() |
|
![]() |
||
![]() |
||
![]() |
||
![]() |
||
![]() |
||
![]() |
||
![]() |
Dem Storch ein neues Nest gebaut
Nach dem die Frühjahrsstürme dem Nest auf dem Storchenmast im Biotop des Odenwaldklubs „In den Stöcken“ stark zugesetzt hatte hat die Naturschutzgruppe des Vereins sich entschlossen das Nest zu erneuern. Die Nisthilfe, ein ausgedienter Strommast wurde von der Gruppe 2003 im Biotop unweit des Radweges nach Münster aufgestellt.
Ein Nest aus Weidenruten wurde angefertigt und schon im Frühjahr besuchten erste Störche das Domizil. Leider war dieser Besuch nicht von langer Dauer. Zwischenzeitlich verirrten sich regelmäßig Nilgänse auf die Plattform und vertrieben mit ihrer aggressiven Art die Störche.
Zwischenzeitlich wurden die hohen Pappeln gefällt, die für viele „Hobbyfachornithologen“ der Grund für das Ausbleiben von Meister Adebar darstellten. Feuer wurden in unmittelbarer Nähe des Mastes entfacht, und das Sprichwort: „Da brat‘ mir einer einen Storch“ bekam eine neue Bedeutung. Die Nilganspopulation und die Vielzahl der Krähen wurden durch unbedachtes Zufüttern begünstigt, die den Weißstorch, wenn er sich dann einmal im Nest aufhielt, nicht besonders zugetan waren. Nach der Erneuerung des Nestes im Februar 2008 gab es immer wieder länger Phasen in der Störche auf der 2 Quadratmeter großen Plattform nisteten und bauten. Nun nahm die Naturschutzabteilung wieder einmal den Anlauf das Wappentier der Gemeinde anzusiedeln. Mit der Unterstützung des Krandienstes Meister aus Dieburg wurde das alte Nest entfernt und ein neues angebracht. Unter dem Podest wurde zusätzlich eine 6 Meter lange Querstange als Anflugstange befestigt. Acht Helfer waren mit der Vorbereitung und Durchführung dieser Arbeiten am Samstagmorgen vier Stunden im Einsatz. Mit einem gemeinsamen Mittagessen wurde die Aktion vor Ort abgeschlossen. Bleibt zu hoffen, dass unser Wappenvogel sich bald einfindet und die Geduld und Mühe des Odenwaldklubs belohnt wird.
Amphibienaktion 2011 – Leichte Erholung bei Kröten und Fröschen
Nachdem Ende Januar nach einem Wärmeeinbruch etliche Amphibien bei ihrer Wanderung zum Laichgebiet auf den Straßen von Kraftfahrzeugen überfahren wurden, entschloss sich die Naturschutzgruppe des Odenwaldklub Eppertshausen den Amphibienzaun an der Kreisstraße 180 zu schließen. Vorher mussten jedoch noch umfangreiche Reparaturen am 700 Meter langen rund 15 Jahre alten Holzzaun erledigt werden. So hatte eine Kiefer durch Windbruch unseren Zaun auf fünf Meter Länge zerstört und der Zahn der Zeit hatte an weiteren Stellen sein Werk verrichtet. Es mussten ganze Elemente erneuert werden, verfaulte Pfosten ausgetauscht und einige Zaunabschnitte gerichtet werden die sich Richtung Graben verschoben hatten. Dies allein erforderte schon einen Einsatz von gut
35 Arbeitsstunden.
Am 5. Februar wurde der Zaun dann jedoch geschlossen und die eingegrabenen Eimer wurden geöffnet. Die circa 15 Helfer der Naturschutzgruppe trafen sich und erstellten einen Dienstplan für die zweimal täglich notwendigen Kontrollen der Eimer. Die Kontrollen erfolgen jeweils durch zwei Helfer.
Die Begrenzung der Geschwindigkeit auf 50 km/h zwischen 21 Uhr und 6 Uhr in unserem Zaunbereich für die Zeit der Amphibienaktion liegt leider außerhalb unserer Sammelzeiten und ist damit für uns sinnlos. Eine Beantragung für eine Änderung der ausgewiesenen Beschilderung blieb bisher erfolglos.
Nicht verschwiegen werden soll auch, dass während der Aktion von den Helfern zwei Säcke voll Müll entlang des Zaunes eingesammelt wurden, der von einigen hirnlosen Zeitgenossen auf diese Art entsorgt wurde. Von weggeworfenen Flaschen, Dosen, Papier etc. bis hin zu Elektroschrott und Kunststoffteilen war wieder einmal fast alles vertreten.
Alle Mitglieder der Naturschutzgruppe fragten sich, wie denn die diesjährige Übersetzaktion verlaufen werde, denn in den letzten Jahren war ein stetiger Rückgang der Amphibienbestände zu verzeichnen. Kröten, Frösche und Molche wurden von Jahr zu Jahr weniger. Mittlerweile forschen mehrere Institute und Universitäten bundesweit nach den Gründen. Auch an unserem Krötenzaun fanden Untersuchungen an den Amphibien statt. So wurde bei einzelnen Tieren ein Abstrich von den Helfern der Naturschutzgruppe durchgeführt und diese dann an die Universitäten weitergeleitet, welche dann untersuchten ob die Tiere unter einem Hautpilz leiden. Neben der Klimaerwärmung reduziert vor allem die Pilzerkrankung Chytridiomykose weltweit die Amphibien. Der Erreger Batrachochytrium dendrobatidis stört dabei den Stoffwechsel der Frösche und beeinträchtigt die biologischen Funktionen der Haut, was dann zum Tod führen kann. Leider wurden die Amphibien im Bereich „Rallenteich“ im Auftrag der Humboldt Universität Berlin vor zwei Jahren schon einmal positiv auf diesen Hautpilz getestet. In diesem Jahr wurden erneut Untersuchungen im Auftrag der AGAR Hessen (Arbeitsgemeinschaft Amphibien- und Reptilienschutz in Hessen e.V.) und des Hessischen Landesmuseum Darmstadt durchgeführt. Aktuell liegen noch keine Ergebnisse vor. Aber nicht nur der Hautpilz bedroht die Amphibien sondern die Zerstörung der Lebensräume durch Straßenbau, Verlust von Gewässern, teilweisen Eintrag von Chemikalien (Herbizide, Pestizide, etc.) in Gewässer, hervorgerufen durch Spritzaktionen in der Landwirtschaft.
In den ersten Tagen der Übersetzaktion wurden ca. 60 Tiere übergesetzt, dann lähmte ein Kälteeinbruch für fünf Wochen jegliche Wanderaktivitäten der Amphibien. Ab der siebten Woche ging es dann richtig los. Bis zu 300 Tiere am Tag fanden sich in den Eimern. Bald zeichnete sich ab, dass wir in diesem Jahr die Vorjahreszahlen der übergesetzten Amphibien übertreffen werden. Die Dauer der Aktion zog sich aber wegen der teilweise anhaltenden Trockenheit (dann wandern die Amphibien nicht) 13 Wochen hin.
So wurden in den dreizehn Wochen an 91 Tagen von den Helfern 1700 Amphibien übergesetzt, davon 1154 Kröten (Vorjahr 806), 499 Frösche (Vorjahr 270), und 45 Molche (Vorjahr 30).
Für Reparatur- und Kontrollarbeiten wurden über 450 Arbeitsstunden von den Mitgliedern der Naturschutzgruppe geleistet.
Große Freude kam auf als fest stand, dass bei allen Amphibienarten ein Zuwachs der Zahlen um rund ein Drittel z
Wohlfühloase für den „König“
Selten gewordener Laubfrosch residiert wieder „In den Stöcken“.
Schon Tage vor dem angesetzten Termin hörte man das knattern der Freischneider die sich in das verfilzte Gestrüpp und in den Schilfgürtel im Biotop „In den Stöcken“ hineinfraßen. Naturschutzwart Jürgen Reinecke nutzte die wunderschönen trockenen Herbsttage bevor die Vertiefungen und Wasserflächen wieder mit Wasser voll laufen und wie im Frühjahr keine Säuberungsaktion möglich ist. Eine wahre Schinderei war es diesmal und so freute er sich, dass am Samstagmorgen rund fünfzehn Helfer mit an- und zupackten, das Mahdgut zusammenrechten und mit dem kleinen Schlepper auf den großen Sammelplatz beförderten. Der große Haufen aus den vergangenen Jahren war tags zuvor vom Traktorist Manfred Beckmann zusammengeschoben worden um der neuen Biomasse Platz zu schaffen. Vier Stunden wurden Äste, Schilf, Heckenschnitt und Gras abgefahren. Kleine Grasinseln blieben stehen um dem Wild im Winter Deckung und Schutz zu geben. Erfreulicher Weise war nur wenig an Flaschen Dosen und Müll zu entsorgen. Eine Nachhut machte auch am Nachmittag den Rest der Fläche frei. In dem Biotop wurden wieder erwarten auch die in unserer Region sehr selten gewordene Laubfrösche wieder angetroffen. Viele seltene Vogelarten nutzen die dichten Hecken und das Areal als Brutstätte. Die angrenzende Obstwiese die ebenfalls vom Odenwaldklub betreut wird entwickelt sich zu einer sehenswerten Naturwiese und die Obstbäume entwickeln sich prächtig. So hoffen die Naturschützer auf die erste größere Apfelernte im nächsten Jahr. In den nächsten Tagen stehen noch kleine Nachbesserungsarbeiten soweit das Wetter mitspielt ins Haus. Auch die im Juli gepflanzte Pyramideneiche hat sich prächtig entwickelt. Der Verein wird in Kürze einen Findling in deren Schatten platzieren um diesen prächtigen Baum ihrem verstorbenen Ehrendirigenten August Murmann widmen.
Unser Wappentier kehrt nach Eppertshausen zurück
Erstes Storchenpaar "In den Stöcken"
Ende März war es endlich soweit, nachdem in den Vorjahren hin und wieder ein einzelner Storch das Nest für kurze Zeit begutachtete, aber nie länger blieb, war in diesem Jahr alles anders. Das zur Zeit anwesende Storchenpaar besetzte Ende März den Horst auf dem Storchenmast und kehrte auch immer wieder hierher zurück. Offensichtlich sind die Störche für eine Eiablage aber noch zu jung, Störche werden mit ca. 4 Jahren geschlechtsreif. Da die Tiere am rechten Bein beringt sind, sind sie in einem geraden Jahr geboren, das heißt 2008 oder frühestens 2006. Das besetzte Nest wird jedoch von unserem Paar vehement gegen andere Störche und auch gegen Nilgänse verteidigt. Bleibt zu hoffen, dass das Storchenpaar im nächsten Jahr wieder nach Eppertshausen zurückkehrt und dann eine Familie gründet.
Eine Bitte an Spaziergänger (besonders mit Hunden) und Radfahrer die Tiere nicht unnötigem Stress auszusetzen. Deshalb halten Sie bitte Abstand zum Nest und vermeiden Sie nach Möglichkeit unnötigen Lärm. Weißstörche sind zwar Kulturfolger und an den Menschen gewöhnt, jedoch müssen sie sich auf einem neuen Horst erst sicher fühlen.
Steckbrief:
Weißstörche sind etwa 80 bis 100 cm lang und haben eine Flügelspannweite von etwa 200 bis 220 cm. Bis auf die schwarzen Schwungfedern ist das Federkleid rein weiß. Schnabel und Beine sind rötlich. Weißstörche haben ein Gewicht von etwa 2,5 bis 4,5 kg. Weißstörche können bis zu 30 Jahre alt werden.
Weißstörche werden im Alter von etwa vier Jahren geschlechtsreif. Sie nisten in der Regel jahrelang auf demselben Horst. So können sich Männchen und Weibchen alljährlich im Frühjahr am Nest vom Vorjahr wieder treffen.
Die Jahresbrut besteht aus 3 bis 5 Eiern, weiß mit feiner Körnung und doppelt so groß wie ein Hühnerei. Die Brutdauer beträgt 30 bis 32 Tage
Der Weißstorch ernährt sich ausschließlich von Kleintieren wie Regenwürmern, Insekten, Fröschen, Mäusen, Fischen und auch Aas.
Amphibienaktion 2011
Die aktuelle Statistik ist unter Amphibienschutz einsehbar.



























