Stimmungsvolles Konzert des Mandolinenorchesters
Als der letzte Akkord des Stückes „Pirates of Zimmer“ im Kirchenschiff von St. Sebastian verhallte und die zahlreichen Besucher das Stück mit großem Beifall bedachten löste sich bei den meisten Spielern die große Anspannung. Das schwerste Stück war gemeistert, jetzt folgte die Kür.
Über ein Jahr bereitete sich das Schüler- und Mandolinenorchester auf das Weihnachtskonzert vor. Viele neue Stücke wurden erarbeitet und einstudiert um am ersten Advent im vorweihnachtlichen Konzert gespielt zu werden. Der Vorsitzende Norbert Anton begrüßte die Gäste und das Schülerorchester unter der Leitung von Katja Berker eröffnet mit „November“ einer stimmungsvollen Weise den Abend. Gezupftes aus dem Leben des Holzpüppchen Pinocchio und eine französische Filmmelodie folgten. Bunt wurde es, als die Spieler mit Rentiergeweihen den Ohrwurm vom rotnasigen Rudolph spielte. Verena Viertl, die gekonnt durchs Programm führte, klärte die Zuhörer aber auf, dass es sich wohl um eine Rudolfa handeln müsse, da die männlichen Rentiere in der Winterzeit ihre Geweihe abwerfen. Das Mandolinenorchester unter der Leitung von Claus Murmann nahm dann die Anwesenden mit auf eine rasante Petersburger Schlittenfahrt. Ein feierlicher Reigen und der Earth Song vom King of Pop, Michael Jackson folgten. Aufgelockert wurde das Konzert durch das Gesangs-Ensemble unter der Leitung von Mathias Schlachter. Christliche Chormusik und Spirituals wurden von dem kleinen Chor ausdrucksvoll dargebracht. Danach wurden die Anwesenden musikalisch in die andalusischen Gärten entführt. Mit dem Ave Maria von Franz Schubert, weihnachtsweisen aus Südamerika und Stimmungsbilder nach weihnachtlichen Motiven sollte das Konzert enden. Bürgermeister Carsten Helfmann bedankte sich bei den Akteuren, denn der Erlös dieses Konzertes fliest in den Sozialfond Eppertshausen, mit dem unbürokratisch sozial Schwachen geholfen wird. Mit der Zugabe „Ding Dong Bells“ bewies das Gesamtorchester, dass sie auch über hervorragende stimmliche Qualitäten besitzen. Gemeinsam wurde von allen in der Kirche das „Leise rieselt der Schnee“ angestimmt in der Hoffnung auf eine schöne weiße Weihnacht.
Eppertshäuser helfen Japanern
OWK und „Brass Porteno“ spielten für die Opfer der Strahlenkatastrophe in Fernost
Japanische Brass Musik und zarte Mandolinenklänge am Dienstagabend (20.09.2011) wurde diese interessante Mischung in der Mehrzweckhalle eindrucksvoll auf die Bühne gebracht. Das Mandolinenorchester des Odenwaldklub Eppertshausen (OWK) und die Blas- und Showband „Brass Porteno“ verbanden im Rahmen eines zweistündigen Konzerts traditionelle und moderne Arrangements, die den Abend nicht zuletzt durch die eindruckvollen Show- und Tanzeinlagen der japanischen Formation zu einem denkwürdigen Erlebnis für die Besucher werden ließen. Nach der Begrüßung durch Norbert Anton, der anschließend auch durch das kurzweilige Programm führte, eröffnete zunächst das Mandolinenorchester den Abend mit drei Stücken. Danach gaben die Japaner ihr komplettes Repertoire aus Klassik und Moderne zum Besten. Der Eintritt war zwar frei, jedoch baten die Veranstalter um eine Spende zugunsten der Opfer der verheerenden Tsunami-Katastrophe und des daraus resultierenden Atomunglücks, die das Land im Frühjahr heimgesucht haben. „Wir pflegen bereits seit drei Jahrzehnten gute Kontakte zu Musikgruppen aus Japan“ erzählt Norbert Anton. Der OWK hatte den nicht alltäglichen Besuch organisiert. „Brass Porteno“, die aus der Hafenstadt Kobe in den Odenwald angereist waren, spielten aufgrund dieser Verbundenheit nicht zu ersten Mal auf südhessischen Bühnen, doch war ihr Auftritt in diesem Jahr dennoch ein ganz besonderer. Denn eigentlich hatte von den Deutschen Veranstaltern keiner mehr wirklich mit ihrem Besuch gerechnet, als im März die Reaktorkatastrophe von Fukushima die ganze Welt in Atem hielt. An vieles war in diesem Moment zu denken, nicht aber an einen Besuch der Japaner, deren Absage ziemlich sicher zu sein schien. “Wir haben eigentlich gedacht, dass das Konzert verschoben werden und erst in der neuen Bürgerhalle stattfinden würde. Jetzt ist es eben das letzte große Konzert in der Mehrzweckhalle“, so Anton.
Nach einigen Wochen hatte die Veranstalter nämlich überraschend die erneute Zusage von „Brass Porteno“ erreicht, die die seit Monaten geplante Reise in den Odenwald planmäßig durchführen wollten. Der Auftritt in Eppertshausen war dabei einer von vielen Programmpunkten, die sich die 33-köpfige japanische Reisegruppe, die bei Gastfamilien in Mömlingen untergebracht wurde, während ihres achttägigen Besuchs vorgenommen hat. Neben fünf Konzerten in der Region nahmen die Japaner auch beim Winzerfestumzug in Groß-Umstadt teil. Außerdem statteten sie dem Hessenpark in Neu-Anspach einen Besuch ab und unternahmen einen Ausflug ins Allgäu. „Bei den Japanern läuft das immer nach dem Motto „See Europe in five days“, erzählt Anton. Hinzu kamen zahlreiche offizielle Empfänge, so etwa am Dienstag in Eppertshausen, wo die Gruppe von Bürgermeister Carsten Helfmann begrüßt wurde und sich ins Goldene Buch der Gemeinde eintragen durfte. Die guten Kontakte zwischen dem Odenwaldklub und Musikgruppen aus Fernost haben nicht zum ersten Mal dazu geführt, dass Opfern von Katastrophen geholfen wird. Bereits 1995, als in Kobe ein heftiges Erdbeben für Verwüstung gesorgt hatte, sammelten der Verein Spenden. Damals wie heute kamen die gesammelten Gelder dem Stadtjugendring von Kobe zugute, der die Spenden diesmal an die Opfer der Strahlenkatastrophe weiterleiten wird. Die Gemeinde Eppertshausen dürfte den Japanern nicht nur wegen des Konzerts lebendig in Erinnerung bleiben, denn im Anschluss an das Konzert erhielten sie ein paar ganz spezielle Gastgeschenke: Neben Töpferwaren bekam jeder eine CD mit dem Eppertshäuser Settchen geschenkt – in der Hoffnung, die Nationalhymne“ der Gemeinde beim nächsten Besuch der Formation zu Ohren zu bekommen.
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Nicht nur musizieren stand auf dem Programm zum Probenwochenende |
Beide Orchester des OWK Eppertshausen sind fleißig am Üben
Bereits vor zwei Wochen machte sich das Schülerorchester des OWK Eppertshausen zum gemeinsamen Probenwochenende auf den Weg in das Vereinswanderheim nach Knoden, um dort für das anstehende Konzert am ersten Advent und weitere Auftrittstermine neue Literatur zu erarbeiten, sich Stimmproben zu widmen und Spieltechniken zu verfeinern. Neben all den Proben kam aber auch die gemeinsame Freizeit nicht zu kurz, die zu einem kleinen Ausflug bei schönstem Wetter, zu gemeinsamen sportlichen Aktivitäten und geselligen Abenden bzw. Nächten ausgiebig genutzt wurden.
An dem vergangenen Wochenende brach nun aus den gleichen Gründen das Mandolinenorchester in den Spessart auf. Gemeinsam mit beinahe allen Spielern und Spielerinnen und deren Familien verbrachten die Teilnehmer ein probenintensives Wochenende im Schullandheim in Hobbach. Bei wunderschönem Wetter wurden die Proben teilweise kurzerhand ins Freie verlegt und die Finger zum Glühen gebracht. Neben vereinzelter Weihnachtsliteratur, die zwar ins Adventkonzert, aber nicht ganz zu den spätsommerlichen Temperaturen passen wollte, wurde vor allem an einer Reihe von Filmmusik gearbeitet, die sich wettertechnisch z.B. mit dem „Fluch der Karibik“ etwas stimmiger zeigte. Auch in Hobbach wurde die Freizeit zu gemeinschaftlichen Aktivitäten genutzt. So machte sich vor allem ein Großteil der „Nichtspieler“ auf den Weg in den benachbarten Hochseilgarten und bewiesen hier Mut und Teamfähigkeit, während die Teilnehmer aus 6 m Höhe am Seil in die Tiefe sprangen, um wiederum von anderen Teilnehmern gesichert zu werden. Außerdem wurde die angrenzende Sporthalle das ganze Wochenende in Beschlag genommen, während am Abend bei geselligem Beisammensein auch das Sangestalent der Musiker unter Beweis gestellt wurde.
Jubiläumskonzert des Mandolinenorchesters verzauberte die Zuhörer
Mit einem traditionellen Marsch, dem „Hoch der Zupfmusik“ eröffnete das Mandolinenorchester des Odenwaldklubs Eppertshausen das Jubiläumskonzert in der sehr gut gefüllten Mehrzweckhalle. Im Rahmen des 90jährigen Jubiläums hatte sich das Orchester seit Monaten unter dem Dirigenten Claus Murmann und das Schülerorchester unter der Leitung von Katja Berker auf diesen Abend vorbereitet.
Keltische Weisen von der grünen Insel wechselten mit Musicalmelodien aus Anatevka und der West Side Story ab und brachten die Zuhörer zum Schwärmen. Klarinette, gespielt von Benedikt Berker und Reiner Groh auf dem Akkordeon brachten interessante Klangfacetten in diese bekannten Melodien. Ein kleines Ensemble hatte die Bearbeitung von Wolfgang Amadeus Mozarts Synphony Nr. 40 einstudiert und gekonnt vorgetragen. Der musikalische Höhepunkt des Abends war zweifelsohne das japanische Charakterstück „The Song of Japanese Autumn“.
Rund dreizehn Minuten erlebten die Zuhörer die musikalische Reise durch eine Herbststimmung, die von zarten Weisen bis kraftvollen Passagen alles bot, was aus den Saiteninstrumenten zu entlocken ist. Nach einem gekonnten Duo wurden die Solisten und das Orchester mit langanhaltenden Beifall bedacht.
Nach der Pause hatte das Schülerorchester auf der Bühne Platz genommen. Die über 20 jungen Künstler zeigten keinerlei Lampenfieber. Katja Berger dirigierte einen bunten Strauß bekannter Filmmelodien von Biene Maja bis Pumuckl. Nach einer spanischen Rumba konnte der stellvertretende Vorsitzende Bernd Kraus fünf Ausbildern für ihr Engagement danken. Blumen bekamen dafür Sonja Müller, Claudia Murmann, Anja Müller, Verena Viertl und Steffi Müller. Für 25 Jahre Zugehörigkeit im Orchester konnten Diana Müller, Susanne Euler und Sonja Müller geehrt werden. Die drei Spielerinnen sind nicht nur Musiker, sondern auch im Verein in wichtigen Positionen ehrenamtlich tätig. Vierzig Jahre ist der Vorsitzende Norbert Anton bereits bei den Zupfern und hat in dieser Zeit viel organisiert und bewegt.
Dann füllte sich die Bühne mit allen Spielern, fast fünfzig Spieler bildeten einen großen Klangkörper und Salida del Sol und der Evergreen Lady Madonna von Paul McCartney erklang zum Finale. Der Vorsitzende dankte den beiden Dirigenten Claus Murmann und Katja Berker sowie Melanie Gillner die gekonnt durch den Abend führte. Mit der geforderten Zugabe Resta Qui Con Noi die zudem vom Orchester gesanglich begleitet wurde klang ein kurzweiliger Abend aus.









